Backlinks, Linkaufbau & Co: Was steckt dahinter?

Der Erfolg von Google als Suchmaschine lässt sich auf eine strategische Entscheidung in der Anfangszeit des Unternehmens zurückführen. Während die Konkurrenz nur auf die Inhalte achtete und die eingegebenen Suchphrasen mit dem Volltext verglich, erkannten die Gründer von Google schnell, dass eine qualitative Metrik ebenfalls Einfluss auf die vorgeschlagenen Suchergebnisse haben muss. 

Verkettung Linkaufbau Beispiel
Alexander Schulz

Alexander Schulz

Geschäftsführer AS - Digital Marketing

Inhaltsverzeichnis

Man orientierte sich hierfür am wissenschaftlichen Bereich: Wie erkennt man, ob eine Studie beliebt und hochwertig ist? Indem man prüft, wie oft sie zitiert worden ist. Ein Zitat ist eine Empfehlung und bietet somit ein Rückschluss darauf, dass jemand anderes einen Inhalt als hilfreich einstuft. 

Verlinkungen von Websites untereinander werden von Google daher mit Empfehlungen gleichgesetzt. Je mehr eingehende Links eine Seite hat und je höher das Verhältnis aus eingehenden und ausgehenden Links ist, desto populärer scheint sie zu sein. Schon früh entwickelte Google daraus eine Kennzahl, die in abgeänderter Form bis heute einen Einfluss auf das Ranking hat: den PageRank.

Der Linkaufbau (auch: Linkbuilding) sowie Erwähnungen zählen zu den wichtigsten Bestandteilen der Offpage Optimierung, welche alle Maßnahmen umfasst, die außerhalb einer Website durchgeführt werden um die Rankings und den Serps (auch: Suchergebnissen) zu steigern.  

Ich erkläre Ihnen im Folgenden, warum der systematische Aufbau von Verlinkungen (auch: Backlinks) zu Ihrer Seite immer noch so wichtig ist und mit welchen Linkaufbau Strategien Sie heutzutage Erfolg haben werden.

Der Backlink in der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Macbook Air mit Google Search Console

Ein Backlink ist ein Link von einer linkgebenden Seite auf Ihre Website. Das Wort bedeutet übersetzt “Rückverweis”, was klar macht, welche Funktion der Backlink erfüllen soll:

  • eine Quelle angeben
  • einen weiterführenden Inhalt verlinken
  • eine Empfehlung aussprechen

Jeder Link von einer Website zur anderen hilft dem Googlebot dabei, schneller durch das Netz an Seiten zu navigieren. Eine Website bzw. Unterseite, die viele eingehende Links hat, wird also schneller vom Googlebot gefunden und kann auch zügiger in den Ranking-Index aufgenommen werden. Zudem helfen Backlinks dem Google Algorithmus bei der qualitativen Einschätzung von Websites. Da eingehende Links grundsätzlich als positives Qualitätsmerkmal gewertet werden, helfen sie dabei, um das Ansehen einer Seite bei Google zu pushen. Somit ist der Aufbau von Backlinks ein elementarer Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

In Experten-Kreisen hat sich im Rahmen des Linkbuildings der Begriff “Linkjuice” etabliert. Dieses fiktive Elixier fließt über den Link von einer Seite auf die andere und verteilt sich über interne Links tiefer auf der Zielseite. Ziel ist es, möglichst viel von dem guten Saft auf seine Website zu bekommen – und je mehr Linkjuice andere Seiten haben, desto mehr kommt bei Ihrem Projekt an.

Aber: Viele Links bedeuten nicht automatisch gute Rankings. Dafür ist die Suchmaschine inzwischen viel zu schlau geworden und es gibt unzählige weitere Faktoren. Ohne Backlinks wird es aber auf jeden Fall schwierig, eine Spitzenposition zu erreichen.

Was unterscheidet einen guten Backlink von einem schlechten?

Nicht jede Verlinkung ist wünschenswert, wenn man ein gutes Ranking bei Google anstrebt. Links von starken Quellen (z.B. Tageszeitungen oder Fachmagazinen) sind in der Regel viel wertvoller als Links von kleinen Blogs oder privaten Homepages. Aber auch hier ist das wie immer mit absoluter Vorsicht zu genießen denn nicht jeder Link von einer Zeitung mach Sinn. Zudem gibt es schädliche Links von Seiten, die z.B. unseriöse Inhalte veröffentlichen, von denen Sie keine Backlinks kaufen sollten. 

Übrigens: Solche Links könnten auch mutmaßlich von Ihrer Konkurrenz gesetzt werden, um Ihrem Projekt zu schaden. Daher bietet Google Webmastern die Möglichkeit zum Linkabbau. Schädliche Links können über das sogenannte Disavow-Tool entwertet werden.

Hier kommt eine Checkliste mit Kriterien, die ein guter Backlink erfüllen sollte:

  • Thematische Relevanz: Wenn ein befreundeter Automechaniker einen Link zu Ihrem Haustierfutter-Onlineshop setzt, sollten Sie keine Resultate erwarten. Zwar ist eine solche Verlinkung nicht schädlich, aber sie bietet keinen Mehrwert. Google liebt Backlinks, die dem User dabei helfen, im Thema zu bleiben. Daher ist die inhaltliche Ähnlichkeit zweier verlinkender Seiten ein Indikator für eine sinnvolle Verlinkung.
  • Einbettung im Kontext: Neben der inhaltlichen Nähe der Seiten zueinander, ist auch die Einbettung im passenden Kontext wichtig. Eine vielseitig aufgestellte Website (z.B. eine Zeitung) hat vermutlich verschiedene Ressorts. Es ist erstrebenswert, dass sie z.B. in einem Artikel verlinkt werden, der in einer passenden Rubrik veröffentlicht wird und ein Thema behandelt, das zu Ihrer Website passt.
  • Sinnvoller Ankertext: Links werden in der Regel nicht mit der kompletten URL veröffentlicht, sondern über einen Ankertext (auch: Linktexte) eingebettet. Meist erscheint der Text blau und unterstrichen. Dem User wird signalisiert, dass er auf den Anker klicken kann, um einen Link aufzurufen. Idealerweise lautet der Ankertext nicht “hier klicken” oder “zur Website”, sondern enthält bereits Informationen für Google. Man sollte es aber auch nicht mit Keywords übertreiben und auf keinen Fall irreführende Angaben machen.
  • Sichtbarkeit & Traffic: Die Positionierung des Links auf der Seite spielt eine wichtige Rolle dafür, wie Google die Wertigkeit der Verlinkung beurteilt. Ist der Link weit oben eingebaut, scheint er relevanter zu sein als ein Link in der Fußleiste. Das beeinflusst auch, wie viel Traffic der Link bekommen wird. Dies wird ebenfalls als Qualitätskriterium von Google herangezogen und ist auch in Ihrem Interesse. Schließlich ist jeder neue Besucher ein potentieller Kunde.
  • Kennzeichnung des Links: Über HTML haben Webmaster die Möglichkeit, dem Link ein bestimmtes Attribut anzufügen. Wird darauf verzichtet, spricht man von einem dofollow-Backlink. Bei diesen Links fließt der bereits weiter oben angesprochene Linkjuice ohne Barriere von einer Website auf die andere. Es gibt aber auch sogenannte nofollow-, sponsored- und ugc-Links bei denen sich der Webmaster von dem Link distanziert (z.B. weil es sich um einen bezahlten Werbepartner oder user generated Content handelt). Hier stoppt der Fluss des Linkjuice.

Linkbuilding Strategie: Wie bekommt man überhaupt Backlinks?